Hypnosepraxis Frankfurt
 

Am Anfang war es einfach nur angenehm, mit dem Haar zwischen den Fingern zu spielen Ihren Mund damit zu berühren oder auf den Haaren zu beißen. Es war so beruhigend, tröstend und entspannend, manchmal sogar sehr gut, um damit Langeweile zu vertreiben.

Jetzt sind Sie viel weiter gekommen. Sie reißen sich die Haare raus, manchmal sogar Stundenlang bis Ihr Kopf voller kahlen Stellen ist. Ein Drang, den Sie kaum kontrollieren können. Den Schmerz, der beim Ausreißen kommen sollte nehmen Sie überhaupt nicht wahr. Wenn Sie dann die ausgerissenen Haare in ihrer Hand  sehen, sagen Sie sich wie so oft: Jetzt höre ich damit auf! Trotzdem passiert es immer und immer wieder. Irgendwie ganz automatisch und irgendwie ist es zu einer Gewohnheit geworden, Ihr treuer Begleiter beim Autofahren, Lesen oder Telefonieren.

Vielleicht schaffen Sie auch für eine Zeitlang aufzuhören, es geht es auch ein paar Tage gut und dann kommt wieder Stress, Anspannung, eine Art von negativer Erregung und Sie tuen es wieder. Irgendwann kann es dann passieren, dass Sie sich auch Haare an anderen Körperregionen vornehmen.

Auf einer Seite ist es irgendwie angenehm, auf anderer Seite leiden Sie darunter, es ist Ihnen peinlich, aufhören geht auch nicht. Sie schämen sich, ein Schwimmbad- oder Saunabesuch kommt überhaupt nicht in Frage, zum Friseur zu gehen wäre auch unmöglich. Die entstandenen Schäden kaschieren Sie sehr geschickt: Perücken, geschicktes frisieren, oder Kosmetik helfen Ihnen dabei.

Bereits 1889 beschrieb François Henri Hallopeau einen Patienten, der sich die Kopfhaare ausrupfte. Der französische Mediziner taufte das Phänomen "Trichotillomanie" (von griechisch thrix = Haar, tillein = rupfen und mania = Wahnsinn). Dass es sich dabei um ein eigenständiges Krankheitsbild handelt - eine Zwangsstörung, Störung der Impulskontrolle mit spezifischen Symptomen, Begleiterscheinungen und Begleiterkrankungen wurde erst gegen Ende des 20. Jahrhunderts festgestellt. Lange Zeit wurde Trichotillomanie als schlechte Gewohnheit eingestuft.

Auslösende Faktoren:

  • Spannungen innerhalb der Familie
  • Probleme in der Schule
  • Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen
  • depressive Gefühle
  • hohe Stressanfälligkeit
  • Erschöpfung, Ärger
  • Langeweile
  • Geringes Selbstbewussstein
  • starker Perfektionismus
  • Prädisposition für Zwangserkrankungen
  • schwere emotionale Belastungen bei Eintritt in die Pubertät

Die Trichotillomanie hilft den Betroffenen bei Regulation von unangenehmen Gefühlszuständen. Etwa ein Prozent (1,2%) der Bevölkerung leidet unter diesem Zwang. Frauen und Männer etwa gleich häufig betroffen.

Trichotillomanie kann von Depressionen, Angststörungen und Alkoholmissbrauch, begleitet werden. Manche Betroffene schlucken die ausgerissenen Haare herunter, was zur Bildung eines Haarknäuels im Magen oder Darm führen kann. Bauchschmerzen sind dann mögliche Folgen.

Im Unterschied zu Zwangsstörungen bei denen die Zwangshandlungen und Zwangsgedanken in der Regel als quälend empfunden werden, berichtet ein Teil von der Trichotillomanie Betroffenen, dass, sie sich ihrer Handlung nicht bewusst sind. Ein weiteres Teil gibt an, einen intensiven Drang zum Auszupfen der Haare wahrzunehmen. Dies dient dann zu Senkung einer bestehenden erhöhten Anspannung. Der letzte Teil der Betroffenen erlebt Haare ziehen als anregend.

Hypnose hilft Ihnen diesen Teufelskreis durchzubrechen, Ihre inneren Spannungen zu bearbeiten. Wir besprechen den Entstehungs- und Erhaltungsmechanismus Ihrer Krankheit. Wir beschäftigen uns mit der Entkopplung der Handlung von den positiven Gefühlen, Entspannung, Erleichterung und Beruhigung. Hypnotherapie hilft Ihnen zu lernen mit dem Stress konstruktiv umzugehen, auf sich selbst zu achten, sich selbst zu lieben, Ihren Selbstwert und Selbstbewusstsein aufzubauen. Anwendung von Entspannungstechniken: Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung nach Jacobsen helfen Ihnen, das Stressniveau zu senken. Sie bekommen Tipps und Unterstützung dabei, frei zu sein.

 

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