Loslassen lernen und wieder Vertrauen finden
Die Angst, die Kontrolle zu verlieren – über den eigenen Körper, die Gefühle, das eigene Verhalten oder eine Situation – gehört zu den belastendsten Ängsten überhaupt. „Was, wenn ich ohnmächtig werde? Wenn ich die Fassung verliere? Wenn ich durchdrehe?“ Oft ist gerade diese Angst der Kern vieler anderer Ängste – und sie lässt sich gut behandeln.
Wie sich die Angst vor Kontrollverlust zeigt
- Furcht, körperlich die Kontrolle zu verlieren – ohnmächtig zu werden, zu zittern, zu erstarren
- Angst, „durchzudrehen“, die Fassung oder den Verstand zu verlieren
- Sorge, in der Öffentlichkeit etwas Peinliches oder Unkontrolliertes zu tun
- ständiges Beobachten des eigenen Körpers und Deuten harmloser Empfindungen als Gefahr
- Vermeidung von Situationen, in denen ein Kontrollverlust schwer auszuhalten wäre
Dahinter steckt häufig ein Teufelskreis: Je mehr man versucht, alles zu kontrollieren, desto größer wird die Anspannung – und desto bedrohlicher wirkt jede Unsicherheit. Die Angst nährt sich selbst.
Woher sie kommt
- Prägende Erfahrungen: frühe Ohnmacht, Chaos oder Situationen, in denen man ausgeliefert war.
- Ein erschreckendes Erlebnis: eine erste Panikattacke oder Ohnmacht, die sich tief eingeprägt hat.
- Hohes Kontrollbedürfnis: wer Sicherheit über Kontrolle herstellt, erlebt Unsicherheit als besonders bedrohlich.
- Anspannung und Erschöpfung: ein überlastetes Nervensystem reagiert empfindlicher auf körperliche Signale.
Wie Hypnose hier hilft
Die Angst vor Kontrollverlust lässt sich nicht durch noch mehr Kontrolle lösen – im Gegenteil. In der Trance übt der Körper das Gegenteil: loszulassen und dabei sicher zu bleiben. Das überaktive Angstsystem beruhigt sich, harmlose Körperempfindungen werden nicht mehr automatisch als Gefahr gedeutet, und es wächst das Vertrauen, auch mit Unsicherheit umgehen zu können. So entsteht eine innere Sicherheit, die nicht mehr auf lückenloser Kontrolle beruht.
Die Methoden hinter der Trance
„Hypnose“ ist dabei ein Rahmen, in dem mehrere fundierte Verfahren ineinandergreifen. Was davon passt, ergibt sich aus Ihrer Geschichte und wird individuell zusammengestellt:
- Hypnosystemische Arbeit (n. Dr. med. Gunther Schmidt): der kontrollierende, schützende Anteil wird verstanden und darf sich entspannen.
- Ressourcen-Trance: ein körperlich spürbares Gefühl von Sicherheit und Halt wird aufgebaut.
- Systemisch-konstruktivistische Arbeit (Ausbildung bei Diana Drechsler): Überzeugungen wie „Ich muss alles unter Kontrolle haben“ werden behutsam neu eingeordnet.
- EMDR (DGMT-zertifiziert): ein erschreckendes auslösendes Erlebnis verliert seine Ladung.
Einen vollständigen Überblick über die zugrunde liegenden Aus- und Fortbildungen finden Sie in der Vita von Monika Kundrikova.
Was Sie selbst tun können
- Empfindungen zulassen: körperliche Signale beobachten, ohne sie zu bekämpfen – sie steigen an und klingen wieder ab.
- Ruhig ausatmen: langsames Ausatmen signalisiert dem Nervensystem Sicherheit.
- Im Hier und Jetzt ankommen: Grounding-Übungen (sehen, hören, spüren) holen Sie aus dem Angstszenario zurück.
- Unsicherheit üben: bewusst kleine Situationen zulassen, in denen nicht alles planbar ist.
Die Angst, „durchzudrehen“ oder ohnmächtig zu werden, ist bei Angst- und Panikzuständen sehr häufig – sie bedeutet nicht, dass Sie tatsächlich den Verstand verlieren. Halten die Beschwerden an oder schränken sie Sie stark ein, ist eine ärztliche oder psychotherapeutische Abklärung sinnvoll; Hypnose kann eine solche Behandlung ergänzen, ersetzt sie aber nicht.
Die Angst vor Kontrollverlust ist oft der Kern von Panikattacken und der Angst vor der Angst. Sie spielt ebenso bei der Klaustrophobie und der Angst vor Ohnmacht eine Rolle.
Richtet sich die Sorge speziell auf aufdrängende Gedanken, jemandem etwas anzutun, finden Sie auf der Seite zur Impulsangst weiterführende Informationen – dabei handelt es sich nicht um echte Handlungsabsichten.

Wieder vertrauen statt kontrollieren
Stellen Sie sich vor, sich selbst und einer Situation wieder vertrauen zu können, ohne alles festhalten zu müssen. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin bei Monika Kundrikova für Hypnose Frankfurt – in der Praxis oder per Videositzung. Ich begleite Sie gerne auf Ihrem Weg.
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