Sorge um die Welt und innere Sicherheit
Wenn die Angst vor Krieg Ihre innere Sicherheit erschüttert, kann Hypnose Sie dabei unterstützen, wieder mehr Ruhe und Sicherheit zu finden.
Vielleicht kennen Sie diese Gedanken:
„Was, wenn der Krieg eskaliert?“
„Was, wenn er näher kommt?“
„Was passiert mit meiner Familie?“
„Wie sicher sind wir überhaupt noch?“
Sie öffnen morgens die Nachrichten und schon die nächste Meldung beschäftigt Sie. Später schauen Sie erneut aufs Handy. Sie lesen einen Artikel nach dem anderen, verfolgen neue Entwicklungen und hoffen vielleicht, dadurch mehr Sicherheit zu bekommen.
Doch das Gegenteil passiert.
Je mehr Sie lesen, desto unruhiger werden Sie. Die Gedanken drehen sich weiter. Abends liegen Sie im Bett und spielen mögliche Szenarien durch.
Vielleicht fragen Sie sich sogar:
„Was ist, wenn wirklich etwas passiert – bin ich dann vorbereitet?“
Die Angst vor Krieg kann zu einem ständigen Begleiter werden. Sie nimmt Ihnen die Ruhe, obwohl in Ihrem persönlichen Leben in diesem Moment vielleicht gar keine unmittelbare Gefahr besteht.
Angst vor Krieg ist nicht einfach eine unbegründete Angst
Krieg ist real. Menschen verlieren ihre Heimat, ihre Angehörigen und ihr Leben. Nachrichten darüber können erschüttern und Sorgen um die Zukunft auslösen.
Deshalb geht es nicht darum, Ihnen einzureden:
„Sie brauchen keine Angst zu haben.“
Niemand kann Ihnen versprechen, wie sich die Welt entwickelt.
Entscheidend ist vielmehr eine andere Frage:
Wie viel Raum nimmt diese Angst inzwischen in Ihrem Leben ein?
Informieren Sie sich über das Weltgeschehen – oder können Sie kaum noch aufhören, nach neuen Meldungen zu suchen?
Machen Sie sich Gedanken – oder kreisen Ihre Gedanken stundenlang um Katastrophenszenarien?
Sind Sie besorgt – oder können Sie nachts kaum noch schlafen?
Eine verständliche Sorge kann problematisch werden, wenn sie immer mehr Aufmerksamkeit bindet, Sie ständig in Alarmbereitschaft hält und Ihnen die Fähigkeit nimmt, Ihr gegenwärtiges Leben zu leben.
Wie kann sich die Angst vor Krieg zeigen?
Möglicherweise erleben Sie:
- ständiges Kontrollieren von Nachrichten und sozialen Medien
- Doomscrolling und Schwierigkeiten, das Handy wegzulegen
- Gedanken an Krieg, Eskalation oder einen möglichen Weltkrieg
- Angst um Kinder, Partner oder andere Angehörige
- Grübeln darüber, was im Ernstfall passieren könnte
- Schlafprobleme und nächtliches Gedankenkarussell
- innere Unruhe und körperliche Anspannung
- Konzentrationsprobleme
- ein starkes Gefühl von Ohnmacht
- das Bedürfnis, sich auf jedes denkbare Szenario vorzubereiten
- Schwierigkeiten, Zukunftspläne zu machen
- Rückzug oder Verlust von Lebensfreude
Vielleicht erkennen Sie sich nur in einigen Punkten wieder. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Symptome, sondern wie stark die Angst Ihr Leben beeinflusst.
Warum hören die Gedanken nicht auf?
Hinter der Angst kann ein verständlicher Versuch stehen, Sicherheit herzustellen.
Wenn etwas bedrohlich und gleichzeitig schwer vorhersehbar erscheint, möchten wir wissen, was passiert.
Also suchen wir nach Informationen.
Vielleicht lesen Sie noch eine Nachricht.
Dann noch eine.
Sie verfolgen Expertenmeinungen, politische Entwicklungen und neue Meldungen.
Für einen kurzen Moment haben Sie möglicherweise das Gefühl, besser informiert und dadurch besser vorbereitet zu sein.
Dann taucht die nächste Meldung auf – und mit ihr eine neue Frage.
So kann ein Kreislauf entstehen:
Unsicherheit → Angst → Informationen suchen → kurzfristiges Gefühl von Kontrolle → neue beunruhigende Informationen → noch mehr Unsicherheit → noch mehr Angst.
Aus dem Wunsch nach Sicherheit entsteht dann immer mehr innere Unruhe.
Wenn Sie die Kontrolle über etwas haben möchten, das Sie nicht kontrollieren können
Vielleicht ist genau das der schwierigste Teil der Kriegsangst:
Sie können die Entwicklung der Weltpolitik nicht kontrollieren.
Sie können nicht wissen, was in einem Jahr oder in fünf Jahren geschieht.
Wenn Sie grundsätzlich ein starkes Bedürfnis nach Sicherheit haben, kann diese Ungewissheit besonders schwer auszuhalten sein.
Der Kopf versucht dann möglicherweise, Kontrolle zurückzugewinnen, indem er alle denkbaren Möglichkeiten durchspielt:
„Was mache ich, wenn …?“
„Wohin könnten wir gehen?“
„Was müsste ich vorbereiten?“
„Was passiert, wenn …?“
Vorsorge und vernünftige Information können sinnvoll sein. Doch permanentes gedankliches Vorbereiten auf immer neue Katastrophenszenarien kann keine vollständige Sicherheit herstellen.
Stattdessen verbringen Sie möglicherweise einen großen Teil Ihres heutigen Lebens mit etwas, das vielleicht niemals eintreten wird.
Angst vor Krieg und Zukunftsangst
Nicht immer steht ausschließlich ein konkreter Krieg im Mittelpunkt.
Manchmal berührt die aktuelle Weltlage eine grundsätzlichere Angst:
Was wird aus meiner Zukunft?
Vielleicht machen Ihnen gleichzeitig wirtschaftliche Unsicherheit, gesellschaftliche Veränderungen, Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder andere Entwicklungen Sorgen.
Dann kann die Kriegsangst Teil einer umfassenderen Zukunftsangst sein.
In diesem Fall ist es sinnvoll, nicht nur den einzelnen Auslöser zu betrachten, sondern auch die dahinterliegende Schwierigkeit, mit Unsicherheit und fehlender Kontrolle umzugehen.
Wenn Sie selbst Krieg oder Flucht erlebt haben
Hier ist eine wichtige Unterscheidung notwendig.
Wenn Sie selbst Krieg, Gewalt, Verfolgung, Flucht oder den Verlust nahestehender Menschen erlebt haben, können aktuelle Nachrichten und Bilder frühere traumatische Erfahrungen aktivieren.
Dann geht es nicht lediglich um die Vorstellung einer möglichen zukünftigen Gefahr.
Vielleicht reagiert Ihr Körper auf etwas, das Sie tatsächlich erlebt haben.
In diesem Fall ist ein besonders behutsames und traumasensibles Vorgehen wichtig. Stabilisierung und Sicherheit stehen im Vordergrund. Je nach Art und Stärke der Beschwerden kann ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung notwendig sein.
Hypnose kann in geeigneten Fällen Bestandteil oder Ergänzung einer therapeutischen Arbeit sein, ersetzt aber keine notwendige medizinische oder psychotherapeutische Behandlung.
Mehr über meine Arbeitsweise erfahren Sie auf der Seite Traumatherapie.
Hypnose bei Angst vor Krieg
Hypnose kann die politische Situation nicht verändern.
Sie kann Ihnen auch keine Garantie dafür geben, dass das, wovor Sie Angst haben, niemals geschieht.
Darum geht es nicht.
In der therapeutischen Arbeit schauen wir vielmehr darauf, was die äußere Unsicherheit innerlich mit Ihnen macht.
Welche Bilder entstehen in Ihrem Kopf?
Welche Gedanken wiederholen sich?
Was passiert in Ihrem Körper?
Was versuchen Sie durch Grübeln, Kontrolle oder ständiges Informieren zu verhindern?
Und welche Ängste liegen möglicherweise noch darunter?
In der Hypnose kann daran gearbeitet werden, innere Anspannung zu reduzieren, belastende Gedanken und Bilder anders zu verarbeiten und wieder Zugang zu einem Gefühl von Sicherheit und innerer Stabilität zu finden.
Dabei geht es nicht darum, die Realität auszublenden.
Das Ziel ist, zwischen dem unterscheiden zu können, was gerade tatsächlich geschieht und was Ihr Kopf als mögliches Zukunftsszenario immer wieder durchlebt.
So kann wieder mehr Aufmerksamkeit für das entstehen, was Sie heute tatsächlich beeinflussen können.
Wieder unterscheiden: Was kann ich verändern – und was nicht?
Ein Gedanke spielt in meiner Arbeit mit Ängsten immer wieder eine wichtige Rolle:
Es gibt Dinge, die wir verändern können – und Dinge, die außerhalb unserer Kontrolle liegen.
Sie können nicht allein entscheiden, wie sich internationale Konflikte entwickeln.
Sie können jedoch beeinflussen, wie viel Raum Nachrichten in Ihrem Alltag bekommen.
Sie können entscheiden, wie Sie heute mit Ihrer Familie umgehen, wie Sie für sich sorgen, wem Sie helfen und womit Sie Ihre Zeit verbringen.
Das bedeutet nicht, die Augen vor der Realität zu verschließen.
Es bedeutet, Ihre Kraft wieder dorthin zu lenken, wo Sie tatsächlich etwas bewirken können.
Was Sie selbst gegen Kriegsangst tun können
Begrenzen Sie Ihren Nachrichtenkonsum. Informieren Sie sich bewusst zu festgelegten Zeiten, statt permanent Meldungen und soziale Medien zu kontrollieren. Besonders vor dem Schlafengehen kann eine nachrichtenfreie Zeit hilfreich sein.
Prüfen Sie Ihre Gedanken. Fragen Sie sich: „Passiert das gerade – oder stelle ich mir vor, dass es passieren könnte?“
Kommen Sie zurück ins Hier und Jetzt. Nehmen Sie bewusst wahr, wo Sie gerade sind, was Sie sehen und hören und was in diesem Moment tatsächlich vorhanden ist.
Sprechen Sie mit anderen Menschen. Sorgen werden im Kopf häufig größer. Ein Gespräch mit vertrauten Menschen kann helfen, Gedanken wieder einzuordnen.
Konzentrieren Sie sich auf Ihren Einflussbereich. Wenn Sie helfen oder sich engagieren möchten, kann konkretes Handeln dem Gefühl völliger Ohnmacht etwas entgegensetzen.
Und erlauben Sie sich gleichzeitig, Ihr eigenes Leben weiterzuführen. Freude, Urlaub, ein Abend mit Freunden oder ein schöner Moment mit Ihrer Familie bedeuten nicht, dass Ihnen das Leid anderer Menschen gleichgültig ist.
Wann sollten Sie sich Unterstützung holen?
Sorgen angesichts von Krieg und Krisen sind nicht automatisch eine psychische Erkrankung.
Unterstützung kann jedoch sinnvoll sein, wenn Sie merken, dass die Angst Ihren Alltag zunehmend bestimmt.
Beispielsweise wenn Sie über längere Zeit kaum schlafen können, Ihre Gedanken nicht mehr zur Ruhe kommen, Sie sich immer stärker zurückziehen, ständig Nachrichten kontrollieren oder kaum noch Freude und Sicherheit in Ihrem gegenwärtigen Leben empfinden.
Bei starken oder anhaltenden psychischen Beschwerden sollten Sie ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.
Wieder mehr im eigenen Leben ankommen
Vielleicht wünschen Sie sich nicht, überhaupt keine Sorge mehr zu empfinden.
Vielleicht möchten Sie einfach wieder Nachrichten lesen können, ohne danach stundenlang in Gedanken festzuhängen.
Abends einschlafen können.
Pläne für die Zukunft machen.
Mit Ihrer Familie lachen können, ohne dass sofort der Gedanke auftaucht:
„Aber was ist, wenn …?“
Die Welt muss nicht vollkommen sicher sein, damit Sie in Ihrem eigenen Leben wieder mehr innere Sicherheit erleben können.
Wenn die Angst vor Krieg oder die Sorge um die Zukunft Ihren Alltag zunehmend bestimmt, begleite ich Sie gerne dabei, mit diesen Ängsten anders umzugehen.
Bei Monika Kundrikova können Sie einen Termin in DER HYPNOSEPRAXIS in Frankfurt oder Heusenstamm für Angst Krieg Hypnose Frankfurt vereinbaren.
Zusätzlich ist je nach Situation auch online möglich.
