Hypnose bei Angst vor Krankheitserregern in Frankfurt

Wieder unbeschwert berühren, begegnen, leben

Vielleicht kennen Sie das: Sie berühren eine Türklinke, einen Haltegriff oder geben jemandem die Hand – und sofort beginnt das Gedankenkarussell. Was könnte daran gewesen sein? Habe ich mich mit etwas angesteckt? Sollte ich mir lieber noch einmal die Hände waschen?

Waschen oder Desinfizieren beruhigt vielleicht für einen kurzen Moment. Doch schon die nächste Berührung kann die Angst erneut auslösen. Vielleicht meiden Sie deshalb bestimmte Orte, Gegenstände oder Begegnungen und merken, wie sehr die Angst vor Krankheitserregern Ihren Alltag zunehmend bestimmt.

Die Angst vor Krankheitserregern kann sich mit Krankheitsangst überschneiden. Im Mittelpunkt steht häufig die Sorge, durch Keime, Viren oder Bakterien verunreinigt zu werden, sich anzustecken oder dadurch zu erkranken. Bei anderen Menschen steht dagegen stärker das Gefühl im Vordergrund, etwas sei „unrein“ oder müsse sofort gereinigt werden.

Mehr über die allgemeine Angst, krank zu sein oder krank zu werden, erfahren Sie auf meiner Seite Krankheitsangst. Hier geht es speziell um die Angst vor Krankheitserregern, Ansteckung und Verunreinigung.

Hypnose hilft Ihnen Ihre Angst vor Krankheitserregern zu bewältigen

Wie zeigt sich die Angst vor Krankheitserregern?

Vielleicht wissen Sie selbst, dass nicht jede Berührung gefährlich ist – und trotzdem fühlt es sich anders an. Die Angst kann dazu führen, dass Sie bestimmte Situationen vermeiden oder immer wieder versuchen, durch Waschen, Desinfizieren oder Kontrollieren Sicherheit herzustellen.

Typische Anzeichen können sein:

  • häufiges oder übermäßiges Händewaschen und Desinfizieren
  • das Vermeiden von Händeschütteln, öffentlichen Toiletten, Türgriffen oder anderen häufig berührten Gegenständen
  • starkes Unbehagen oder Ekel bei dem Gefühl, mit Keimen oder Verunreinigungen in Kontakt gekommen zu sein
  • wiederkehrende Reinigungs- oder Kontrollrituale, die zunehmend Zeit beanspruchen
  • die Sorge, Krankheitserreger auf Kleidung, Gegenstände oder andere Menschen zu übertragen
  • gereizte oder geschädigte Haut durch sehr häufiges Waschen oder Desinfizieren

Vielleicht erleben Sie dabei einen Kreislauf: Eine Berührung löst Angst oder Anspannung aus. Waschen oder Desinfizieren bringt kurzfristig Erleichterung. Doch bei der nächsten vermeintlichen Verunreinigung beginnt die Unsicherheit erneut. So kann das Bedürfnis nach Sicherheit immer mehr Raum im Alltag einnehmen.

Warum kann Angst vor Krankheitserregern entstehen?

  • Starke Sorge vor Ansteckung: Vielleicht beschäftigen Sie sich häufig mit der Möglichkeit, durch Viren, Bakterien oder andere Krankheitserreger krank zu werden. Dadurch können alltägliche Kontakte zunehmend bedrohlich wirken.
  • Wasch- und Kontrollrituale: Wenn Waschen, Desinfizieren oder Kontrollieren kurzfristig Erleichterung verschafft, kann der Wunsch entstehen, dieses Verhalten immer häufiger zu wiederholen.
  • Belastende Erfahrungen: Eine eigene schwere Erkrankung oder die Erkrankung eines nahestehenden Menschen kann dazu beitragen, dass mögliche Ansteckungsgefahren stärker wahrgenommen werden.
  • Starkes Bedürfnis nach Sicherheit: Vielleicht versuchen Sie, möglichst jedes Risiko auszuschließen. Da sich vollständige Sicherheit im Alltag jedoch kaum erreichen lässt, kann gerade diese Suche nach Sicherheit immer mehr Raum einnehmen.

Wie kann Hypnose bei Angst vor Krankheitserregern unterstützen?

Vielleicht wissen Sie rational, dass Sie sich nicht nach jeder Berührung waschen oder desinfizieren müssen. Trotzdem kann sich das Gefühl von Gefahr oder Verunreinigung sehr real anfühlen. Genau dieser Widerspruch zwischen dem, was Sie wissen, und dem, was Sie fühlen, kann besonders belastend sein.

In der Hypnose können wir uns den Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen und automatischen Reaktionen zuwenden, die mit Ihrer Angst vor Krankheitserregern verbunden sind. Dabei kann es darum gehen, belastende Reaktionsmuster bewusster wahrzunehmen, das eigene Bedürfnis nach Sicherheit besser zu verstehen und neue innere Erfahrungen im Umgang mit Unsicherheit zu entwickeln.

Ziel ist nicht, sinnvolle Hygiene infrage zu stellen. Vielmehr geht es darum, dass die Angst vor Keimen, Ansteckung oder Verunreinigung Ihren Alltag weniger bestimmt und Sie wieder mehr Vertrauen in Ihren Umgang mit alltäglichen Situationen entwickeln können.

Welche Methode sinnvoll eingesetzt werden kann, hängt von Ihrer persönlichen Situation und davon ab, was Ihre Angst aufrechterhält. In meiner Arbeit können dabei unter anderem hypnosystemische Ansätze, Ressourcenarbeit, kognitive Hypnotherapie und – wenn es zur individuellen Situation passt – EMDR einbezogen werden. Mehr über meine Vorgehensweise erfahren Sie auf der Seite Krankheitsangst.

Was Sie selbst tun können

  • Muster beobachten: Achten Sie darauf, in welchen Situationen die Angst besonders stark wird und was Sie anschließend tun, um sich wieder sicherer zu fühlen.
  • Auslöser erkennen: Vielleicht sind es bestimmte Orte, Berührungen, Menschen oder Gedanken, die besonders häufig den Wunsch nach Waschen oder Desinfizieren auslösen.
  • Zwischen sinnvoller Hygiene und Angst unterscheiden: Es kann hilfreich sein, wahrzunehmen, wann Sie aus einem normalen Hygienebedürfnis handeln und wann hauptsächlich die Angst bestimmt, was Sie tun.
  • Professionelle Unterstützung nutzen: Wenn Waschen, Desinfizieren, Kontrollieren oder Vermeiden immer mehr Zeit beansprucht und Ihren Alltag einschränkt, sollten Sie sich fachliche Unterstützung holen.

Wenn Wasch-, Reinigungs- oder Vermeidungsrituale viel Zeit beanspruchen, sich nur schwer kontrollieren lassen oder Ihren Alltag deutlich einschränken, können zwanghafte Verhaltensmuster eine Rolle spielen. Eine fachliche Abklärung kann dann sinnvoll sein. Bei Zwangsstörungen gehört die kognitive Verhaltenstherapie mit Exposition und Reaktionsverhinderung zu den etablierten Behandlungsverfahren. Hypnose kann – abhängig von der individuellen Situation – ergänzend eingesetzt werden, ersetzt eine notwendige psychotherapeutische oder ärztliche Behandlung jedoch nicht. Bei starker Belastung oder Hautschäden sollten Sie sich ärztliche beziehungsweise psychotherapeutische Unterstützung holen.

Vielleicht steht bei Ihnen vor allem die Krankheitsangst im Vordergrund – also die Sorge, sich anzustecken oder ernsthaft zu erkranken. Vielleicht erleben Sie dagegen vor allem einen starken Drang, sich immer wieder zu waschen, zu desinfizieren oder bestimmte Dinge zu kontrollieren. Dann finden Sie auf meiner Seite über Zwangsstörungen weitere Informationen zu solchen Wasch- und Kontrollzwängen.

Wieder unbeschwert berühren

Stellen Sie sich vor, Sie berühren wieder eine Türklinke, fahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder geben einem Menschen die Hand, ohne dass sich Ihre Gedanken anschließend nur noch um Keime, Ansteckung oder die nächste Möglichkeit zum Händewaschen drehen.

Vielleicht wünschen Sie sich, Begegnungen wieder genießen zu können und alltägliche Dinge zu tun, ohne ständig zu überlegen: „Ist das wirklich sauber?“ oder „Könnte ich mich angesteckt haben?“

Wenn die Angst vor Krankheitserregern Ihren Alltag immer stärker bestimmt und Sie etwas verändern möchten, begleite ich Sie gerne dabei, neue Wege im Umgang mit Ihrer Angst zu entwickeln.

Vereinbaren Sie Ihren Termin in DER HYPNOSEPRAXIS in Frankfurt am Main oder Heusenstamm. Auch ein Online-Termin ist möglich.

Nach oben scrollen